Dave Alvin And The Guilty Women - Dave Alvin And The Guilty Women PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 01. Juli 2009

Yep Roc

(Songwriter/Folk/Country/Roots/Rock) 2009 Yep Roc - in Anspielung an seine langjährige Begleitband The Guilty Men ist dieses aktuelle Projekt des "King Of California" also nun feminin betitelt worden, denn der große Dave Alvin arbeitet hier tatsächlich ausschließlich mit Frauen zusammen! Von unterschiedlicher Herkunft (geografisch und stilistisch), aber alle hatten irgendwann schon mal mit ihm und teilweise untereinander zu tun, außerdem gehören sie zu den besten und erfahrensten Instrumentalisten des Landes! Folk, Blues, R&R, Western Swing, Bluegrass, R&B, Rockabilly, Cajun... - sie bringen auf kongeniale Weise ihr gesammeltes Talent bei diesen Austin Sessions ein. Nina Gerber (Electric Guitar, von Kate Wolf), Cindy Cashdollar von Asleep At The Wheel (Steel Guitars, Lap Steel, Weissenborn etc.), Bay Area Bluegrass/String Band-Ikone Laurie Lewis (Fiddle, Mandoline, Harmony Vocals), Austinite Amy Farris (Fiddle, Viola, Harmony Vocals; oft bei Kelly Willis, Bruce Robison), Antone's Club Hausbassistin Sarah Brown (hat mit allen Big Names des Roots'n Blues in Austin gejammt!) und Schlagwerkerin Lisa Pankratz (ditto, aber mehr mit den Country Acts). Die famose Christy McWilson aus Seattle (Picketts, solo) setzt auf fast allen Nummern gesangliche Glanzpunkte mit/neben/vor Dave Alvin (hier übrigens "nur" Acoustic Guitar/Vocals), ganz besonders auf ihren beiden eigenen Stücken (großartig: 'Weight Of The World'!) und 'Don't Make Promises' von Tim Hardin. Ferner sind mitunter Suzy Thompson (Akkordion) aus New Orleans und die legendäre Boogie Pianistin Marcia Ball dabei. Atmosphärisch/stilistisch erinnert dieses Album an solch herausragende Alvin-Werke wie 'Black Jack David' (98), 'Public Domain' (00) und 'West Of The West' (06) - da wird die gesamte Americana-Bandbreite mit feiner Acoustic/Electric-Balance ausgelotet. Mit vielen Überraschungen: z.B. 'Marie Marie' als schwungvoller Cajun Stomper inkl. Twin Fiddles, Akkordion und Pedal Steel upfront zum Auftakt, 'Que Sera, Sera' als Cowboy Swing-Nummer am Ende. Dazwischen hören wir auch etliche neue Alvin-Songs, 'River Under The Road' von Ana Egge/Sarah Brown/Jimmie Dale Gilmore oder 'These Times We're Living In' von Kate Wolf. Sagenhaft, was Alvin und seine Frauen in diese 52 Minuten alles hineingepackt haben, das Album quillt über vor höchster Americana-Kunst, es gibt unendlich viel zu entdecken!!
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