Del Mar - After The Quake PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 01. September 2010

Half Of Nothing

(Rock/Punk/Surf) 2009 Half Of Nothing - Quartett aus Reno, Nevada mit einer allerdings nicht üblichen Surf Punk-Mischung. Die einfache, vor allem in den 80ern oft so gerne verwendete Kombination aus Surf-Gitarren und Punk-Rhythmus hören wir hier zwar auch immer wieder, aber dann bieten die Vier doch etliches darüberhinaus: längere Instrumentalausflüge in Jam-Gefilde, Tempoabstufungen, 60er Garagenatmosphäre, "richtige" Songs im Mittelteil, starke Lead Vocals von Leadgitarrist Matt Bode und - seltener - von Rhythmusgitarristin Nicole Gaugh, instrumentelle Flexibiltät unter den Bandmitgliedern und Gastmusiker für Sax, Orgel, Banjo, zusätzliche Gitarren. Am Schlagzeug sitzt kein Geringerer als Ex-Sublime Bud Gaugh, der mit diesen sehr freigeistigen und unangepassten Del Mar seine Vergangenheit mit Major Labels, MTV und vermeintlichen Superstars (war im Trio Eyes Adrift mit Curt Kirkwood & Krist Novoselic) verarbeiten will. Mächtig kurzweilige 66 Minuten, wobei natürlich die twangige, verhallte, mitunter psychedelisierte Leadgitarre im Zentrum des Geschehens steht! Gehobene DIY-Produktion und "explicit language" von vorne bis hinten!

 
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Terri Hendrix - Cry Till You Laugh

(Songwriter/Country Rock/Folk/Roots) 2010 Wilory - 12. Album seit 1996 der Texas-Frau aus Austin: wieder von Lloyd Maines produziert, wieder auf ihrem eigenen Wilory-Label, wieder mit den ewig gleichen Sessionmusikern eingespielt... Wird das nicht langsam langweilig?! Noooo way! Nicht nur dass die Singer/Songwriterin mit der unglaublich warmen Stimme und grundsympathischen Ausstrahlung sich immer wieder neu zu erfinden scheint, nein, sie bietet stets leichte Nuancen an, entwickelt sich in kleinen Schritten immer noch etwas weiter. Anders als auf dem Vorgänger 'Left Over Alls' gibt's hier keine prominenten Covernummern zu hören, sondern schwerpunktmäßig eigenes neues Material (der Extraklasse!) in ganz vielen Americana-Schattierungen von Texas Folk bis Country Rock sowie zwei aus dem Rahmen fallende, heftig swingende, Bläser-bestückte Jazz/Blues-Nummern von Ike Eichenberg, 'You Belong In New Orleans' und 'Take Me Places'. Stilistisch abwechslungsreich, frisch in der ganzen Machart, dynamisch gekoppelt - wer Terri Hendrix noch nicht kennt, kann hier optimal einsteigen, für all ihre Fans ist diese CD ohnehin ein Muss! Sie selber spielt akustische & elektrische Gitarren, Papoose, Mandoline und häufiger eine exzellente Folk Harp. Feat. Lloyd Maines an allem was Saiten hat sowie Riley Osbourn, Glenn Fukunaga, Pat Manske, Richard Bowden, Drew Womack u.a.

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