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Laura Gibson and Ethan Rose - Bridge Carols |
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Mittwoch, 01. September 2010 |
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Holocene Music (Experimental/Freestyle Folk) 2010 Holocene Music - ein Werk der Liebe zum Detail und zu Worten, ein akribisch zusammengesuchtes Bild aus vielen tausend Puzzlesteinen der Klänge und Instrumente. Alt.Folk-Künstlerin mit Hang zum Naturalismus Laura Gibson aus der Portland/Oregon-Szene und ihr befreundeter Tonmann Ethan Rose, der sich mit dem elektronischen Verfremden/Verändern von historisch geprägten Tondokumenten einen Namen gemacht hat, bei ihrem ersten gemeinsamen Projekt. Im Vordergrund steht Gibsons zarte, verhuschte, wundersame Stimme, die von wahren Klanglandschaften unterlegt ist, in denen analoge Instrumente und computerbearbeitete Sequenzen zu einer völligen Einheit verschmelzen. Das Ganze geschieht - ganz im Geist von Gibsons beiden Soloalben - in Zeitlupe, ja: beinahe in Trance, medidativ, wie unter Hypnose. Dass bei all diesen Manipulationen und elektronischen Finessen am Ende in der Tat richtige Songs herauskommen, die jeder für sich - 7 Stück zwischen 3 und 7 Minuten und ein Klangschnipsel am Ende - Leben entwickeln und ihren eigenen Charakter besitzen, das grenzt schon an ein kleines Wunder. Eigenaufnahmen der beiden Protagonisten in Wald und Flur, Keller und Wohnzimmer, Trompeter Cory Gray (Norfolk & Western, Shelley Short, Graves) und Geiger Peter Broderick (M.Ward, She & Him, Dolorean) haben kleine Gastrollen.

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chill.flash |
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Telegraph Canyon - The Tide And The Current |
(Alt.Folk Rock/Indie Americana/Songwriter/Alt.Country) 2009 Velvet Blue Music/Spune - ganz erlesene Band aus Fort Worth, Texas, die mit einer viel versprechenden Privatscheibe ('All The Good News') in 2006 so manche Türen geöffnet hat und nun mit dem reifen Zweitwerk einfach hindurchschreitet in die große weite Welt der South San Gabriel, Broken Social Scene, Band Of Horses, Bon Iver und - derzeit wohl mein größtes Kompliment - The Low Anthem. Das was Frontmann Chris Johnson (Hauptsongschreiber, Sänger mit dominanter Stimme zwischen fragil und zupackend, Gitarrist, Banjospieler) da mit seinen Songs aufführt, ist wahres Storyteller-Drama inmitten einer episch ausufernden Americana-Umgebung mit regelrechten Alt.Folk-Hymnen; filigrane, mitunter gar klassisch-konzertante Arrangements, durchsetzt von kraftvoll erdigem Indie Rock'n Roll und den ein oder anderen whiter shades of Procol Harum & The Band inklusive! Doch jeder Bandleader ist nur so gut wie sein Team und so müssen die jede Situation auskleidenden, alle Räume ausfüllenden, insgesamt kongenial begleitenden Musiker unbedingt genannt werden: Erik Wolfe (Electric Guitar, Vibes), Andrew Skates (Organ, Piano, Electric Guitar, Mandolin, Accordion), Tamara Cauble (Violin, Harmony Vocals), Chuck Brown (Bass, Harmony Vocals), Austin Green (Drums, Percussion, Synth). Als Gast Pedal Steeler Todd Perttl (Thrift Store Cowboys, Austin Collins), produziert und aufgenommen von Will Johnson (Centro-matic, Sth. San Gabriel, Johnson/Molina) und Britton Beisenherz (Deadman, Milton Mapes). Auch live eine echte Show (mit all dem vielen Instrumentarium), wie ich mich jetzt schon zwei Mal hintereinander bei der SXSW überzeugen durfte.
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