|
Nonesuch (Rock/Indie Rock) 2011 Nonesuch - merkwürdiger-/sympathischerweise versuchen die Black Keys nicht einfach, den Erfolg ihres 2010er Platinalbums 'Brothers' gnadenlos auszuschlachten, indem sie einfach wieder nach Muscle Shoals gehen, um dort diese besondere rootsige, southern-soulige Power-Mischung zu kopieren, sondern sie haben sich ganz im Gegenteil erneut mit Produzent/Keyboarder/Soundguru Brian Burton (aka Danger Mouse) zusammengetan, mit dem sie die 08er CD 'Attack & Release' aufgenommen hatten, vermutlich das Black Keys-Album, das die große Fangemeinde am meisten spaltete. Die schlechte Nachricht für alle Danger Mouse-"Hasser": Er gehört mehr denn je zum Inner Circle des Duos Dan Auerbach/Patrick Carney, denn alle Songcredits werden auch ihm zum Drittel zugeschrieben, er hat produziert und ist auch mit seinen diversen Keyboards deutlich hörbar mittendrin, sodass man eigentlich von den Keys als Trio reden kann! Aber...! Die gute Nachricht heißt: Trotz all der modernistischen Sound-Ansätze, trotz des vermeintlichen "Ausverkaufs" ist 'El Camino' von vorne bis hinten nichts weniger als ein richtig geiles Rock'n Roll-Album geworden: kompromisslos, direkt auf den Punkt, bretthart, catchy, groovy, funky, upbeat, mit harschen Gitarrenriffs, krachenden Gitarrensoli und laut polternden Drums, auf soulige Balladen völlig verzichtend, in der Haltung an frühe Zeiten anknüpfend (wenngleich klanglich mittlerweile meilenweit weiterentwickelt, aber wer wollte ihnen das vorwerfen??!). Ja, und auch die Keyboards kommen eher analog daher, mit tief pumpenden Bassfiguren und mit einem gewissen 60er Flair, genauso wie die markanten Backing Vocals des Girl Trios - übrigens die einzigen Helfer von außerhalb hier.

|