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Zoe (Songwriter/Pop/Indie Pop/Alt.Folk Rock) 2012 Zoe - einschmeichelnder, verführerisch-verhalten rockender Harmonie/Melodie-Pop mit verschiedenen überraschenden Ausbrüchen der kanadischen Singer/Songwriter-Ikone, die sich ja gerne rar macht und immer so ihre ca. 3 Jahre für eine neue Platte braucht. Gut so, damit erhalten wir stets ein ausgewogenes, abgehangenes, abgeklärtes Werk, mit dem sie sich immer mal etwas weiterentwickelt, nie auf einem einmal erreichten Punkt stehenbleibt. Und sich diesmal sogar weiter von CanAmericana und Folk Rock entfernt als je zuvor, nämlich in Richtung eines dieser Tage mächtig angesagten atmosphärischen Indie Pops der Preisklasse Leslie Feist, Maria Taylor, Cat Power, Lisa Germano, Jolie Holland, Sarah Harmer u.ä. Kathleen Edwards, die in ihrer Frühphase gar mit Lucinda Williams verglichen werden konnte, setzt nach den eher handfesten, Prairie Rock-nahen Produzenten der Vergangenheit (Dave Draves, Colin Cripps, Jim Scott) nun voll auf den schwer kultigen Weichzeichner Justin Vernon (aka Bon Iver), der dieser Platte sehr geschickt seinen Stempel als Co-Produzent, hauptsächlicher Recording & Mixing Engineer und Multiinstrumentalist aufdrückt, dennoch Edwards, ihrer Band (Gord Tough, John Dinsmore, Lyle Molzan) und einigen alten kanadischen Weggefährten wie Jim Bryson und Hawksley Workman genug Raum zur eigenen Darstellung bietet. So ergibt sich ein spannendes musikalisches Abwägen zwischen "den Kanadiern" und der Vernon-Clique mit Phil Cook (Megafaun), Sean S.Carey (Bon Iver), Brian Moen (Peter Wolf Crier), mit Edwards, ihrem wunderschönen, bisweilen etwas entückten Gesang und ihren vielen Instrumentalbeiträgen an akustischen und elektrischen Gitarren, Klavier, Orgel, Omnichord, Geige, Vibraphon u.m. mitten dazwischen. Und einigen hippen Vokalgästen wie John Roderick (Long Winters), Norah Jones, Francis & The Lights, Stornoway dazu. So ist 'Voyageur' ein Album wie ein traumhafter Roadmovie Trip geworden, bei dem zwar einzelne Songs durchaus für sich stehen, ja, wie 'Empty Threat', 'A Soft Place To Land', 'Change The Sheets', 'Mint' und besonders das 7-minütige 'For The Record' sogar herausragen, aber das eigentlich noch viel potenter in seiner Gesamtheit wirkt. Verführt, betört, hypnotisiert, süchtig macht! In seiner ultimativen Größe bleibt der Vorgänger 'Asking For Flowers' aber vermutlich unerreicht, obwohl..., je öfter ich 'Voyageur' höre...

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