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Blue Rose Kanadier sind immer ein wenig anders, ihre Musik aus dem hohen Norden des amerikanischen Kontinents ist stets etwas ganz Besonderes! Auch auf dem Blue Rose Label waren von Anfang an Acts dieser Provenience gerne vertreten: zunächst The Hooblers, Fred Eaglesmith, Driveway, Bocephus King, später Trevor Alguire, Corb Lund, Dustin Bentall und seit ein paar Jahren mit dem Singer/Songwriter und Heartland Rocker Leeroy Stagger ein richtiger Volltreffer, der sich jetzt anschickt, mit seinem neuen Album 'Radiant Land', seiner vierten Blue Rose-Veröffentlichung in Folge, in der Label-Hierarchie richtig weit nach oben zu klettern!
Seit vier Jahren gehört Leeroy Stagger bereits zur Blue Rose-Familie, zunächst allerdings als Teil eines illustren Trios mit Namen ESP, das mit dem ruhigen, von Lagerfeuer-Feeling und Backporch-Romantik geprägten Album 'One For The Ditch' begeisterte, nachdem es im Spätsommer 2008 eher leise auf den hiesigen Americana-Markt gelangte. ESP (aka Easton Stagger Phillips), das war ein befreundetes Zufallsbündnis der Sorte "reine Magie darf nicht geplant sein" vom langjährigen Blue Rose-Künstler Tim Easton, Evan Phillips, dem Bandleader der Whipsaws aus Alaska, und eben jenem Leeroy Stagger, der sich zuvor bereits internationales Renommée als Singer/Songwriter und Roots & Country Rocker mit vier herausragenden Alben erworben hatte. 'Dear Love' (2004), 'Beautiful House' (2005), 'Tales From The Back Porch' (2006) und 'Depression River' (2007) hießen die feinen Teile, die gemeinsam den bis dato vielleicht edelsten Katalog eines jüngeren kanadischen Roots-Musikers bildeten. Das Blue Rose-Debüt 'Everything Is Real' markierte darauf in 2009 eine weitere Steigerung in puncto Professionalität - Stagger durfte sich fortan mit Vergleichen zu den ganz Großen der Branche, also z.B. Steve Earle, Tom Petty, Paul Westerberg, John Mellencamp, Ryan Adams, Chris Knight oder Jay Farrar von Son Volt, schmücken. Was ihn natürlich nicht davon abhielt, sein ganz eigenes CanAmericana/Prairie Rock-Ding weiterhin durchzuziehen: eine kerngesunde Mischung aus klassischem Country Rock, hooklined Guitar Pop, Heartland Rock, Alt.Country, rohem Roadhouse Rock, Singer/Songwriter und semiakustischen Folk Rock-Balladen im Einklang mit ehrlichen, ungeschminkten Lyrics, in denen er sich gerne über soziale Themen individueller und globaler Art auslässt.
Das 2010er Studioalbum 'Little Victories' beschrieb nicht nur im Titelsong all die kleinen Lebenslügen und Alltagssorgen, aber auch die Reize an der Wirklichkeit der Small Towns in der weiten Prairie. Leeroy Stagger hatte eine harte Zeit mit Drogen- und Alkoholkonsum in der kulturellen Westcoast-Metropole Vancouver hinter sich und gerade eine Rundumerneuerung seines Lebens mitten im kanadischen Hinterland, in Lethbridge in der Provinz Alberta angepackt: Schritt für Schritt "kleine Siege" im eigenen Leben, sogar richtig große Erfolge mit seiner Musik. Die Auszeichnungen bei Juno Awards, dem kanadischen Grammy, und Notierungen in den einschlägigen Americana Charts häuften sich ebenso wie die Namen seiner Begleitbands - nach den Sinking Hearts gab es die Wildflowers, mit denen er auch durch Deutschland tourte, wovon der Mitschnitt 'Live At The Red River Saloon' Ende 2010 eindrucksvoll Zeugnis ablegte.
Anfang 2012 heißt es ganz schlicht Leeroy Stagger And His Band. Die Idee zum brandneuen Album 'Radiant Land' entstand während einer zweimonatigen Tour durch die USA im Sommer 2011. Drummer Nick Stecz war gerade zu Stagger (Guitars, Lead Vocals) und Evan Uschenko (Guitars, Bass, Backing Vocals) gestoßen und machte damit das Line-Up so richtig rund. Als man zwei freie Tage in Nashville vor Augen hatte, wollte man die Gunst der Stunde nutzen, etwas Studiozeit buchen, um ein paar neue Stagger-Songs als Demos aufzunehmen und dabei einfach nur Spaß zu haben. Das Ergebnis haben wir nun vorliegen - es passte einfach alles! Der Begeisterungspegel im Club Roar Studio stand am Anschlag, mit dem erfahrenen Robin Eaton (Jill Sobule, Tommy Womack, Tim Easton) hatte man einen engagierten Produzenten/Toningenieur und gelegentlichen Mitmusiker (Standbass, Harmonica, Backing Vocals) an Bord, Stagger spricht selber von seinem bis dato besten Songmaterial, seine Stimme war nach den ersten Gigs der Tour so richtig eingeölt und die Band hatte gerade Erfolgserlebnisse im Südwesten der USA, insbesondere in New Orleans sammeln können. Soll heißen: Das Feld war bestellt für eine denkwürdige Recording Session!
Beginnend mit dem gitarrenkrachigen, riffstarken Ohrwurmhit 'Dirty Windshields' begeben wir uns auf eine exklusive Reise durch CanAmericana-Land. Über den beweglichen uptempo Folk Rock von 'Enough Love To Go Around' geht es über das vehement rockige 'Maria' zum Titelsong im schleppenden Balladenstil. 'Radiant Land' thematisiert den geplanten Ausbau der Atomenergie in seiner Heimat Alberta. Es folgt mit 'For The Love Of You' eine zurückgenommene, eher introvertierte Akustiknummer, bei der Evan Uschenko seine Fähigkeiten an der Acoustic Lead Guitar einbringt, das bewegliche Drumming von Nick Stecz sehr präsent kommt und die Orgel von Recording Engineer Stephen Turney im Hintergrund schwelgt. 'Message Of Love' atmet Westcoast-Weite, pfundet mit einem satten Gitarrensound und wehmütig anmutenden Harmony Vocals; 'Light That Guides You Home' ist nicht das gleichnamige Stück von Kanada-Kollege Jim Cuddy (Blue Rodeo), sondern eine tiefe, schwermütige Langsamnummer mit abgestuften Acoustic/Electric-Passagen, während 'Nightime Talks To Me' als tempovariables Storytelling-Lied später im Refrain enorm Fahrt aufnimmt. 'Capitalism (Must Die!)' bedeutet nicht nur massive Systemkritik, bei der Stagger die aussichtslose Situation von gekündigten Arbeitern in einer großen Fabrik beschreibt, sondern kommt auch als herrlich straighter Electric Rocker - garantiert ein echter Knüller für künftige Live-Konzerte! Danach gibt's das Grand Finale: Zunächst vermittelt 'Travelling Over Water' mit seinem simplen Banjo Plucking/Guitar Strumming allerfeinste Backporch-Atmosphäre, aber dann... kommt zuguterletzt noch 'Summer Storm' als Hidden Track: eine wahre Killernummer in der Tradition von Neil Young & Crazy Horse und der klar lauteste, härteste, fetteste Beitrag eines weiteren erstklassigen Leeroy Stagger-Albums!!

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